Über uns
Eine Tradition lebt wieder auf….
Hermann Klöckner führte die Pfingstkirmes in Siebenmorgen Anfang der 1960er erstmals durch. Die Kirmes wurde schnell zu einem Begegnungsmagnet und zu Recht gut besucht. Aus den umliegenden Orten kamen die Gäste – meist zu Fuß – in Gruppen herbei. Pfingstdienstag gab es zu dieser Zeit, dass schnell zur Tradition gewordene, Freibier vom Veranstalter für die Helfer aus dem Dorf… meist die Dorfjungs. Um die Kirmes attraktiver zu gestalten bekamen die jungen Männer von Anwohnern aus Siebenmorgen die Idee, ab 1964 Lose für eine Tombola zu verkaufen. Die Gewinne/Preise dazu, wurden von den damals schon ortsansässigen Betrieben gesponsort. Das klappte auf Anhieb so gut, dass die 9 Beteiligten, im Alter zwischen 14 und 21 Jahren, 1966 den Junggesellenverein, JGV Donau-Blau Siebenmorgen, gründeten. Norbert Büsch aus Dasbach wurde erster Vorsitzende, Werner Müller aus Goldscheid 2. Vorsitzender und der Kassierer hieß Hans-Willi Siebenmorgen aus Nassen, weiterhin Hans-Josef Effert aus Dasbach, Paul Paganetti und Josef Brücken aus Verscheid… insgesamt 9 Personen. Es wurden zwei Stempel angeschafft, mit einem Fischemblem, um die Lose zu stempeln.
Die Zeit verging und die Kirmes bekam Jahr für Jahr mehr Gäste und inzwischen wurde jährlich ein Festzelt im Ort für die Kirmes aufgestellt. Nach der Pfingstkirmes 1975 trat der aktuelle Veranstalter, Matthias Klöckner, an den Junggesellenverein heran die Kirmes vollständig zu übernehmen, da er den Ansturm personell nicht mehr bewältigt bekäme. Dies führte 1976 zur ersten Pfingstkirmes des JGV – Donau-Blau Siebenmorgen.
….und, der Erfolg ging weiter. Die Kirmes bekam den Kirmesbaum, der jährlich von ortsansässigen LKW-Fahrern mit Gerät gestellt wurde und als erster Preis bei der aktuellen Tombola am Pfingst“dienstag“ verlost wurde… welches die Auslieferung durch den JGV Donau-Blau Siebenmorgen beinhaltete und entsprechend mit Grillabend/Kaltgetränken vom Gewinner belohnt wurde. Das Eiersammeln durch die Orte Siebenmorgen, Nassen und Dasbach wurde eingeführt, wo dann aus alter Tradition, die Bürgerinnen und Bürger aus Siebenmorgen am Pfingst“dienstag“ zum Eieressen im Gasthaus Klöckner vom Junggesellenverein eingeladen wurden. Das Brot zum Ei stiftete der Lebensmittelladen von Familie Geschull. Wichtig, wurde der Kirmesmann: Eine Strohpuppe, welche von den Freundinnen der Junggesellen an Pfingst“freitag“ im Festzelt gestopft wurde und nach dem Eieressen mit der traditionellen Verlosung am Pfingst“dienstag“ feierlich mit Dank und bierseeliger Würde verbrannt wurde.
Auch wurde im Festzelt, an Pfingstmontag, zu Ehren des Patrons der Siebenmorgener Kapelle, dem heiligen Quirinius, eine heilige Messe im Festzelt im Einklang mit der Geistlichkeit gehalten. In den 1980er Jahre wurde die heilige Messe allerdings durch den damaligen Geistlichen eingestellt. Der damalige Vorstand um Hermann-Josef Reuschenbach mit Bernd Schrott und Michael Schulte überlegte was tun…? Sie kamen damals auf folgende Idee! Als Ausgleich sollte an Pfingstsamstag ein Dorfabend, der „Bunten Abend“, mit lokalen, regionalen und neu, prominenten Künstlern durchgeführt werden. Gesagt, organisiert und getan! Dieses Vorhaben stellte sich schnell als Publikumsmagnet hin. Weit über die Gemeindegrenze hinaus, wurde dieser Dorfabend bekannt. Die Mischung aus lokalen Stars aus/um Siebenmorgen und berühmten Künstlern, wie Tina York, Graham Bonny, Heike Schäfer oder Peter Petrel, ließen das samstägliche Festzelt, unter der Moderation vom JGV-Vereinsmitglied, Michael Stüber, jährlich vor guter Laune bersten …immer mit EINTRITT FREI ! Nach einigen Jahren wurde vom neuen Pfarrer auch die ökumenische Zeltmesse an Pfingstmontag wieder gehalten. Der Pfingstsonntag wurde zum Familienkirmestag umfunktioniert, weil da der JGV Donau-Blau für die Kinder der ortsansässigen KiTa und Schule und dem im Siebenmorgener Umfeld, das Kasperle-Theater aus Güllesheim einlud…. auch hier für die Kinder im Festzelt EINTRITT FREI Rauch- und Alkoholverbot im Zelt inbegriffen! Ergänzend wurde für den Pfingstsonntagabend eine Scheldches-Version der beliebten TV-Show Herzblatt auf die Zeltbühne gebracht.
Zusätzlich steuerte der JGV Donau-Blau Siebenmorgen jährlich einen geschmückten Karnevalswagen im Umzug am Karnevalssonntags der KG Mir hale Pool in Verscheid bei. Hier wurden die äußerst skurrilen Gegebenheit von der Hüh und Scheldche unter die jugendliche Lupe genommen und karikiert.
Mitte bis Ende der 1990er Jahren zog es immer mehr Kirmesbesucher auf den neu, mallorcamäßigen, mediterranen Style zum Pfingstsonntag. Der „Bunte Abend“ am Pfingstsamstag verlor dabei an Fahrt und wurde konzeptionell zum Dorfabend mit Musik & Tanz. Dann zog der Kirmesplatz innerhalb von Siebenmorgen um… und das Zelt wurde wesentlich größer. Der Besuchersturm blieb bestehen. Auch nach Beendigung der balearischen Fetenjahre verstand es der JGV Donau-Blau Siebenmorgen die Kirmes mit attraktiven Live-Bands anzuheizen. Am Pfingstsonntag allerdings, war der Ort Siebenmorgen unter dem Ansturm zu klein, da der Strom junger Besucher immer an die Zelt-Kapazitätsgrenze führte. Es musste zusätzlich ein Securitydienst beauftragt werden. 2009 nutzte die KG Mir hale Pool Verscheid, das Festzelt der Pfingstkirmes Siebenmorgen für ihr 80jährige Jubiläum. Ein Segen für die JGV, denn im Gegenzug halfen die Mitglieder der KG am Pfingstsonntag beim Thekenservice…. wegen Personalbedarf auch für die Jahre danach, da die Personaldecke innerhalb des JGVs, für die Durchführung der inzwischen größten Kirmes in der Ortsgemeinde, immer dünner wurde. Die Siebenmorgener Pfingstkirmes überlebte so die Jahrzehnte bis es 2014 endete…. bis zum Schluss MIT Tombola, wie zu Beginn.
Die sehnsüchtige Vakanz wurde in den Folgejahren sehr betrauert. Teileweise mit spontanen Treffen am verwaisten Kirmesplatz von Altgesellen am Kirmesplatz, mit Kaltgetränk und/oder Rührei wie damals nach dem Eiersammeln…. spontan organisiert. Man war sich jährlich immer einig dieses Vakuum der Pfingstkirmes muss beendet werden…. und dieses wurde ab Mitte 2023 endgültig wieder befüllt. Einige Altgesellen des JGV Donau-Blau Siebenmorgen, unter Ansporn von Riccardo Dorn, ließen die Idee aufleben… rund um die Neuauflage der Pfingstkirmes Siebenmorgen 2024. Schnell fand sich ein Team zusammen indem man sich schnell mit dem Ansinnen „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ einig wurde. Die Kirmesgesellschaft Donau-Blau Siebenmorgen wurde gegründet.
Um den 1. Vorsitzenden Andreas Faust aus Dasbach fanden sich Riccardo Dorn aus Siebenmorgen (2. Vorsitzender), Leonie Pütz aus Siebenmorgen (Kassiererin) sowie Britta Neumann aus Siebenmorgen (Schriftführerin) ein, für die Planung mit Durchführung der Pfingstkirmes Siebenmorgen 2024. Das Konzept der Neuauflage der Pfingstkirmes Siebenmorgen steht hier allerdings unter dem Motto: „back to the roots“ …zurück zu den Wurzeln…! Eine einfache Kirmes mit ‚nem bisschen Tradition und ‚nem bisschen Neuem.